| Act II Senta's Ballad Dutchman and Daland arrive |
Senta: Johohoe! Daland: Mein Kind, du siehst mich |
08:20 33:20 |
| Act III | Matrosen des Norwegers: Steuermann, lass die Wacht! | 58:30 |
Ein geräumiges Zimmer im Hause Dalands. An den Seitenwänden Abbildungen von See Gegenständen, Karten usw. An der Wand im Hintergrunde das Bild eines bleichen Mannes mit dunklem Barte und in schwarzer Kleidung. Mary und die Mädchen sitzen um den Kamin herum und spinnen; Senta, in einem Grossvaterstuhl zurückgelehnt und mit untergeschlagenen Armen, ist im träumerischen Anschauen des Bildes im Hintergrunde versunken.
MÄDCHEN:
Summ' und brumm', du gutes Rädchen,
munter, munter, dreh' dich um!
Spinne, spinne tausend Fädchen,
gutes Rädchen, summ' und brumm'!
Mein Schatz ist auf dem Meere draus',
er denkt nach Haus
ans fromme Kind;
mein gutes Rädchen, braus' und saus'!
Ach! gäbst du Wind,
er käm' geschwind.
Spinnt! Spinnt! Spinnt!
Fleissig, Mädchen!
Brumm'! Summ'!
Gutes Rädchen!
Tra la ra la la . . . usw.
MARY:
Ei! Fleissig, fleissig! Wie sie spinnen!
Will jede sich den Schatz gewinnen.
MÄDCHEN:
Frau Mary, still! Denn wohl Ihr wisst,
das Lied noch nicht zu Ende ist.
MARY:
So singt! Dem Rädchen lässt's nicht Ruh'.
Du aber, Senta, schweigst dazu?
MÄDCHEN:
Summ' und brumm', du gutes Rädchen,
munter, munter dreh' dich um!
Spinne, spinne tausend Fädchen,
gutes Rädchen, summ' und brumm'!
Mein Schatz da draussen auf dem Meer,
im Südener
viel Gold gewinnt;
ach, gutes Rädchen, saus' noch mehr!
Er gibt's dem Kind,
wenn's fleissig spinnt.
Spinnt! Spinnt!
Fleissig, Mädchen!
Brumm'! Summ'!
Gutes Rädchen!
Tra la ra la . . . usw.
MARY: [ zu Senta ]
Du böses Kind, wenn du nicht spinnst,
vom Schatz du kein Geschenk gewinnst.
MÄDCHEN:
Sie hat's nicht not, dass sie sich eilt;
ihr Schatz nicht auf dem Meere weilt.
Bringt er nicht Gold, bringt er doch Wild -
man weiss ja, was ein Jäger gilt!
[ Senta singt leise eine Melodie aus der folgenden Ballade. ]
MARY:
Du seht ihr! Immer vor dem Bild!
[ zu Senta ]
Willst du dein ganzes junges Leben
verträumen vor dem Konterfei?
SENTA:
Was hast du Kunde mir gegeben,
was mir erzählet, wer er sei?
Der arme Mann!
MARY:
Gott sei mit dir!
MÄDCHEN:
Ei, ei! Ei, ei! Was hören wir!
Sie seufzet um den bleichen Mann!
MARY:
Den Kopf verliert sie noch darum!
MÄDCHEN:
Da sieht man, was ein Bild doch kann!
MARY:
Nichts hilft es, wenn ich täglich brumm'!
Komm! Senta! Wend' dich doch herum!
MÄDCHEN:
Sie hört Euch nicht - sie ist verliebt!
Ei, ei! Wenn's nur nicht Händel gibt!
Denn Erik hat gar heisses Blut -
dass er nur keinen Schaden tut!
Sagt nichts - er schiesst sonst wutentbrannt,
den Nebenbuhler von der Wand!
Ha ha ha ha . . . usw.
SENTA:
O schweigt mit eurem tollen Lachen!
Wollt ihr mich ernstlich böse machen?
MÄDCHEN:
Summ' und brumm', Du gutes Rädchen,
munter, munter dreh' dich um!
Spinne, spinne tausend Fädchen!
Gutes Rädchen, summ' und brumm'!
SENTA:
O macht dem dummen Lied ein Ende,
es brummt und summt nur vor dem Ohr!
Wollt ihr, dass ich mich zu euch wende,
so sucht was besseres hervor!
MÄDCHEN:
Gut, singe du!
SENTA:
Hört, was ich rate;
Frau Mary singt uns die Ballade.
MARY:
Bewahre Gott! Das fehlte mir!
Den fliegenden Holläender lasst in Ruh'!
SENTA:
Wie oft doch hört' ich sie von dir.
MARY
Bewahre Gott! Das fehlte mir!
SENTA
Ich sing' sie selbst; hört, Mädchen, zu!
Lasst mich's euch recht zum Herzen führen,
des Ärmsten Los, es muss euch rühren.
MÄDCHEN:
Uns ist es recht.
SENTA:
Merkt auf die Wort'.
MÄDCHEN:
Dem Spinnrad Ruh'!
MARY: [ ärgerlich ]
Ich spinne fort.
SENTA: (08:20)
I.
Johohohe! Johohohe! Johohohe! Johohe!
Traft ihr das Schiff im Meere an,
blutrot die Segel, schwarz der Mast?
Auf hohem Bord der bleiche Mann,
des Schiffes Herr, wacht ohne Rast.
Hui! - Wie saust der Wind! - Johohoe!
Hui! - Wie pleift's im Tau! - Johohe!
Hui! - Wie ein Pfeil fliegt er hin,
ohne Ziel, ohne Rast, ohne Ruh'!
Doch kann dem bleichen Manne
Erlösung einstens noch werden,
fänd' er ein Weib, das bis in den Tod
getreu ihm auf Erden!.
Ach! wann wirst du, bleicher Seemann, sie finden?
Betet zum Himmel, dass bald ein Weib
Treue ihm halt'!
II.
Bei bösem Wind und Sturmes wut
umsegeln wollt' er einst ein Kap;
er flucht' und schwur mit tollem Mut:
In Ewigkeit lass' ich nicht ab!
Hui! - Und Satan hört's! - Johohe!
Hui! - nahm ihm bei'm Wort! - Johohe!
Hui! - und verdammt zieht er nun
durch das Meer ohne Rast, ohne Ruh'!
Doch, dass der arme Mann'
noch Erlösung fände auf Erden,
zeigt' Gottes Engel an,
wie sein Heil ihm einst könnte werden.
Ach, könntest du, bleicher Seemann,
es finden!
Betet zum Himmel, dass bald ein Weib
Treue ihm halt'!
[ Die Mädchen sind tief ergriffen und singen den Schlussreim leise
mit. ]
III.
Vor Anker alle sieben Jahr',
ein Weib zu frei'n, geht er ans Land:
er freite alle sieben Jahr',
noch nie ein treues Weib er fand.
Hui! - Die Segel auf! Johohe!
Hui! - Den Anker los! Johohe!
Hui! - Falsche Lieb', falsche Treu',
Auf, in See, ohne Rast, ohne Ruh!
MÄDCHEN:
Ach, wo weilt sie,
die dir Gottes Engel einst könnte zeigen?
Wo triffst du sie,
die bis in den Tod dein bleibe treu eigen?
SENTA:
Ich sei's, die dich durch ihre Treu' erlöse!
Mög' Gottes Engel mich dir zeigen!
Durch mich sollst du das Heil erreichen!
MARY und MÄDCHEN:
Hilf, Himmel! Senta! Senta!
ERIK: [ ist eingetregen und hat Sentas Ausruf vernommen. ]
Senta! Willst du mich verderben?
MÄDCHEN:
Helft, Erik, uns! Sie ist von Sinnen!
MARY:
Ich fühl das Blut in mir gerinnen!
Abscheulich' Bild, du sollst hinaus,
kommt nur der Vater erst nach Haus!
ERIK:
Der Vater kommt.
SENTA:
Der Vater kommt?
ERIK:
Vom Felsen seh sein Schiff ich nah'n.
MÄDCHEN:
Sie sind daheim!
MARY:
Nun seht, zu was eu'r Treiben frommt!
Im Hause ist noch nichts getan.
MÄDCHEN:
Sie sind daheim! Auf, eilt hinaus!
MARY:
Halt, halt! Ihr bleibet fein im Haus!
Das Schiffsvolk kommt mit leerem Magen.
In Küch' und Keller Säumet nicht!
Lasst euch nur von der Neugier plagen -
vor allem geht an eure Pflicht!
MÄDCHEN:
Ach! Wie viel hab' ich ihn zu fragen!
Ich halte mich vor Neugier nicht.
Schon gut! Sobald nur aufgetragen,
hält hier aus länger keine Pflicht.
[ Mary treibt de Mädchen hinaus und folgt ihnen. Senta will ebenfalls gehen; Erik hält sie zurürck. ]
ERIK:
Bleib', Senta! Bleib' nur einen Augenblick!
Aus meinen Qualen reiße mich!
Doch willst du, ach! so verdirb mich ganz!
SENTA:
Was ist . . . ? Was soll . . . ?
ERIK:
O Senta, sprich, was aus mir werden soll?
Dein Vater kommt: - eh' wieder er verreist,
wird er vollbringen, was schon oft er wollte . . .
SENTA:
Und was meinst du?
ERIK:
Dir einen Gatten geben!
Mein Herz, voll Treue bis zum Sterben,
mein dürftig Gut, mein Jägerglueck;
darf so um deine Hand ich werben?
Stösst mich dein Vater nicht zurück?
Wenn dann mein Herz im Jammer bricht,
sag, Senta, wer dann für mich spricht?
SENTA:
Ach, schweige, Erik, jetzt! Lass mich hinaus,
den Vater zu begrü&slzig;en!
Wenn nicht, wie sonst, an Bord die Tochter kommt,
wird er nicht zürnen müssen.
ERIK:
Du willst mich fliehn?
SENTA:
Ich muss zum Port.
ERIK:
Du weichst mir aus?
SENTA:
Ach, lass mich fort!
ERIK:
Fliehst du zurück vor dieser Wunde,
die du mir schlugst, dem Liebeswahn?
O, höre mich zu dieser Stunde,
hör' meine letzte Frage an:
wenn dieses Herz im Jammer bricht,
wird's Senta sein, die für mich spricht?
SENTA:
Wie? Zweifelst du an meinem Herzen?
Du zweifelst, ob ich gut dir bin?
O sag', was weckt dir solche Schmerzen?
Was trübt mit Argwohn deinen Sinn?
ERIK:
Dein Vater, ach! - nach Schätzen geizt er nur . . .
Und Senta, du - wie dürft' auf dich zu zählen?
Erfülltest du nur eine meiner Bitten?
Kränkst du mein Herz nicht jeden Tag?
SENTA:
Dein herz?
ERIK:
Was soll ich denken? Jenes Bild . . .
SENTA:
Das Bild?
ERIK:
Lasst du von deiner Schwärmerei wohl ab?
SENTA:
Kann meinem Blick Teilnahme ich verwehren?
ERIK:
Und die Ballade- heut' noch sangst du sie!
SENTA:
Ich bin ein Kind und weiss nicht, was ich singe.
O sag', wie? Fürchtest du ein Lied, ein Bild?
ERIK:
Du bist so bleich . . .
sag', sollte ich's nicht fürchten?
SENTA:
Soll mich des Ärmsten
Schreckenslos nicht rühren?
ERIK:
Mein Leiden, Senta, rührt es dich nicht mehr?
SENTA:
O, prahle nicht! Was kann dein Leiden sein?
Kennst jenes Unglücksel'gen Schicksal du?
Fühlst du den Schmerz, den tiefen Gram,
mit dem herab auf mich er sieht?
Ach, was die Ruhe für ewig ihm nahm,
wie schneidend Weh' durch's Herz mir zieht!
ERIK:
Weh' mir!
Es mahnt mich mein unsel'ger Traum!
Gott schütze dich! Satan hat dich umgarnt!
SENTA:
Was schreckt dich so?
ERIK:
Senta! Lass dir vertrau'n:
ein Traum ist's! Hör' ihn zur Warnung an!
Auf hohem Felsen lag' ich träumend,
sah unter mir des Meeres Flut;
die Brandung hört' ich, wie sich schäumend
am Ufer brach der Wogen Wut.
Ein fremdes Schiff am nahen Strande
erblickt' ich, seltsam, wunderbar;
zwei Männer nahten sich dem Lande,
der ein', ich sah's, dein Vater war.
SENTA:
Der andre?
ERIK:
Wohl erkannt' ich ihn:
mit schwarzen Wams, bleicher Mien' . . .
SENTA:
Der düstre Blick . . .
ERIK: [ auf das Bild deutend ]
Der Seemann, er.
SENTA:
Und ich?
ERIK:
Du kamst vom Hause her,
du flogst, den Vater zu begrüsssen;
doch kaum noch sah ich an dich langen,
du stürztest zu des Fremden Fuessen -
ich sah dich seine Knie umfangen . . .
SENTA:
Er hub mich auf . . .
ERIK:
. . . an seine Brust;
voll Inbrunst hingst du dich an ihn -
du küsstest ihn mit heisser Lust . . .
SENTA:
Und dann?
ERIK:
Sah ich auf's Meer euch fliehn.
SENTA:
Er sucht mich auf! Ich muss ihn sehn!
ERIK:
Entsetzlich! Ha, mir wird es klar!
SENTA:
Mit ihm muss ich zugrunde gehn.
ERIK:
Sie ist dahin! Mein Traum sprach wahr!
[ Er stürzt voll Enstetzen ab. ]
SENTA:
Ach, möchtest du,
bleicher Seemann, sie finden!
Betet zum Himmel, dass bald ein Weib
Treue ihm . . . Ha!
[ Die Tü get auf. Daland und der Holländer treten ein.
Sentas Blick streift vom Bilde auf den Holländer, sie stösst einen
Schrei der Überraschung aus und bleibt wie festgebannt stehen, ohne ihr
Auge vom Holländer abzuwenden. ]
DALAND: (33:20)
Mein Kind, du siehst mich auf der Schwelle . . .
Wie? Kein Umarmen, Keinen Kuss?
Du bleibst gebannt an deiner Stelle -
verdien' ich, Senta, solchen Gruss?
SENTA:
Gott dir zum Gruss!
Mein Vater, sprich!
Wer ist der Fremde?
DALAND: [ lächelnd ]
Drängst du mich?
Mögst du, mein Kind, den fremden Mann willkommen heissen?
Seemann ist er, gleich mir,
das Gastrecht spricht er an.
Lang' ohne Heimat,
stets auf fernen, weiten Reisen,
in fremden Landen er
der Schätze viel gewann.
Aus seinem Vaterland verwiesen,
für einen Herd er reichlich lohnt:
sprich, Senta, würd' es dich verdriessen,
wenn dieser Fremde bei uns wohnt?
[ Senta nickt beifällig mit dem Kopf. Daland wendet sich zum Holländer. ]
Sagt, hab' ich sie zuviel gepreisen?
Ihr seht sie selbst - ist sie Euch recht?
Soll ich von Lob noch überfliessen?
Gesteht, sie zieret ihr Geschlect?
[ zu Senta ]
Mögst du, mein Kind,
dem Manne freundlich dich erweisen!
Von deinem Herzen auch
spricht holde Gab' er an;
Reich' ihm die Hand, denn Bräutigam
sollst du ihn heissen:
stimmst du der Vater bei,
ist morgen er dein Mann.
Sieh dieses Band, sieh diese Spangen!
Was er besitzt, macht dies gering.
Muss, teures Kind, dich's nicht verlangen?
Dein ist es, wechselst du den Ring.
[ Senta, ohne ihn zu beachten, wendet ihren Blick nicht vom Holländer ab, sowie auch dieser ohne auf Daland zu hören, nur in den Anblick des Mädchens versunken ist. Daland wird es gewahr; er betrachtet beide. ]
Doch keines spricht . . .
Sollt' ich hier lästig sein?
So ist's! Am besten lass' ich sie allein.
[ zu Senta ]
Mögst du den edlen Mann gewinnen!
Glaub' mir, soch' Glück wird immer neu.
[ zum Holländer ]
Bleibt hier allein!
Ich geh' von hinnen.
Glaubt mir, wie schön, so ist sie treu!
[ Er geht langsam ab, indem er die beiden wohlgefällig und verwundert
betrachtet. ]
HOLLÄNDER:
Wie aus der Ferne längst vergang'ner Zeiten
spricht dieses Mädchens Bild zu mir:
wie ich's geträumt seit bangen Ewigkeiten,
vor meinen Augen seh' ich's hier.
Wohl hub auch ich voll Sehnsucht meine Blicke
aus tiefer Nacht empor zu einem Weib:
ein schlagend' Herz liess, ach! mir Satans Tücke,
dass eingedenk ich meiner Qualen bleib'.
Die düstre Glut, die hier ich fühle brennen,
sollt' ich Unseliger sie Liebe nennen?
Ach nein! Die Sehnsucht ist es nach dem Heil:
würd es durch solchen Engel mir zuteil!
SENTA:
Versank ich jetzt in wunderbares Träumen?
Was ich erblicke, ist's ein Wahn?
Weilt' ich bisher in trügerischen Räumen,
brach des Erwachens Tag heut' an?
Er steht vor mir, mit leidenvollen Zügen,
es spricht sein unerhörter Gram zu mir:
kann tiefen Mitleids Stimme mich belügen?
Wie ich ihn oft gesehn, so steht er hier.
Die Schmerzen, die in meinem Busen brennen,
ach', dies Verlangen, wie soll ich es nennen?
Wonach mit Sehnsucht es dich treibt - das Heil,
würd' es, du Ärmster, dir duch mich zuteil!
HOLLÄNDER:
Wirst du des Vaters Wahl nicht schelten?
Was er versprach, wie - dürft' es gelten?
Du könntest dich für ewig mir ergeben,
und deine Hand dem Fremdling reichtest du?
Soll finden ich, nach qualenvollen Leben,
in deiner Treu' die langersehnte Ruh'?
SENTA:
Wer du auch seist und welches das Verderben,
dem grausam dich dein schicksal konnte weih'n -
was auch das Los, das ich mir sollt' erwerben,
gehorsam stests werd' ich dem Vater sein!
HOLLÄNDER:
So unbedingt, wie? Könnte dich durchdringen
für meine Leiden tiefstes Mitgefühl?
SENTA: [ für sich ]
Oh, welche Leiden!
Könnt' ich Trost dir bringen!
HOLLÄNDER: [ da er es vernommen ]
Welch' holder Klang im nächtigen Gewühl!
Du bist ein Engel! Eines Engels Liebe
Verworf'ne selbst zu trösten weiss!
Ach, wenn Erlösung mir zu hoffen bliebe,
Allewiger, durch diese sei's!
SENTA:
Ach, wenn Erlösung ihm zu hoffen bliebe,
Allewiger, durch mich nur sei's!
HOLLÄNDER:
Ach! Könntest das Geschick du ahnen,
dem dann mit mir du angehörst,
dich würd' es an das Opfer mahnen,
das du mir bringst, wenn Treu' du schwörst.
Es flöhe schaudernd deine Jugend
dem Lose, dem du sie willst weih'n,
nennst du des Weibes schönste Tugend,
nennst ew'ge Treue du nicht dein!
SENTA:
Wohl kenn' ich Weibes heil'ge Pflichten.
sei drum gestrost, unsel'ger Mann!
Lass über die das Schicksal richten,
die seinem Spruche trotzen kann!
In meines Herzens höchster Reine
kenn' ich der Treue Hochgebot.
Wem ich sie weih', schenk' ich die eine;
die Treue bis zum Tod.
HOLLÄNDER:
Ein heil'ger Balsam meinen Wunden
dem Schwur, dem hohen Wort entfliesst.
Hört es: mein Heil, hab' ich gefunden.
Mächte, ihr Mächte, die ihr zurück mich stiesst.
Du Stern des Unheils sollst erblassen.
Licht meiner Hoffnung, leuchte neu!
Ihr Engel, die mich einst verlassen,
stärkt jetzt dies Herz in seiner Treu'.
SENTA:
Von mächt'gem Zauber überwunden
reisst mich's zu seiner Rettung fort.
hier habe Heimat er gefunden,
hier ruh' sein schiff in sich'rem Port!
Was ist's, das mächtig in mir lebet?
Was schliesst berauscht mein Busen ein?
Allmächt'ger, was so hoch mich erhebet,
lass es die Kraft der Treue sein!
DALAND: [ wieder eintretend ]
Verzeiht! Mein Volk hält draussen sich nicht mehr;
nach jeder Rückkunft, wisset, gibt's ein Fest.
Verschönern möcht ich's, komme deshalb her,
ob mit Verlobung sich's vereinen lässt?
[ zum Holländer ]
Ich denk', ihr habt nach Herzenswunsch gefreit?
Senta, mein Kind, sag, bist auch du bereit?
SENTA:
Hier meine Hand! Und ohne Reu'
bis in den Tod gelob' ich Treu'!
HOLLÄNDER:
Sie reicht die Hand! Geprochen sie
Hohn, Hölle, dir durch ihre Treu'!
DALAND:
Euch soll dies Bündnis nicht gereu'n!
Zum Fest! Heut' soll sich alles freu'n!
Ende des 2ten Augzugs.
Seebucht mit felsigem Gestade; das Haus Dalands zur Seite im Vordergrunde. Den Hintergrund nehmen, ziemlich nahe beieinander liegend, die beiden Schiffe, das des Norwegers und das des Holländers, ein. Helle Nacht: das norwegische Schiff ist erleuchtet; die Matrosen desselben sind auf dem Verdeck; Jubel und Freude. Die Haltung des holländischen Schiffes bietet einen unhbeimlichen Kontrast: eine unnatürliche Finsternis ist über dasselbe ausgebreitet; es herrscht Totenstille auf ihm.
MATROSEN des NORWEGERS [ trinkend ]
Steuermann! Lass die Wacht!
Steuermann! her zu uns!
Ho! He! Je! Ha!
Hisst die Segel auf! Anker fest!
Steuermann, her!
Fürchten weder Wind noch bösen Strand,
wollen heute mal recht lustig sein!
Jeder hat sein Mädel auf dem Land,
herrlichen Tabak und guten Branntwein.
Hussassahe!
Klipp' und Sturm' drauss - Jollohohe!
lachen wir aus! Hussassahe!
Segel ein! Anker fest!
Klipp' und Sturm lachen wir aus!
Steuermann, lass die Wacht!
Steuermann, her zu uns!
Ho! He! Je! Ha!
Steuermann, her trink mit uns!
Ho! He! Je! Ha!
Klipp' und Sturm' He! sind vorbei, he!
Hussahe! Hallohe! Hussahe!
Steuermann, Ho!
Her, komm und trink mit uns!
[ Sie tanzen auf dem Verdeck. Die Mädchen kommen mit Körben voll
Speisen und Getränken. ]
MÄDCHEN
Mein! Seht doch an! Sie tanzen gar!
Der Mädchen bedarf's da nicht, fürwahr!
[ Sie gehen auf das holländische Schiff zu. ]
MATROSEN
He! Mädel! Halt! Wo geht ihr hin?
MÄDCHEN
Steht euch nach frischem Wein der Sinn?
Euer Nachbar dort soll auch was haben!
Ist Trank und Speis' für euch allein?
STEUERMANN
Fürwahr! Tragt's hin den armen Knaben!
Vor Durst sie scheinen matt zu sein!
MATROSEN
Man hört sie nicht.
STEUERMANN
Ei, seht doch nur!
Kein Licht! Von der Mannschaft keine Spur!
MÄDCHEN [ im Begriff, an Bord des Holländers zu gehen. ]
He! Seeleut'! He! Wollt Fackeln ihr?
Wo seid ihr doch? Man sieht nicht hier!
MATROSEN
Hahaha!
Weckt sie nicht auf! Sie schlafen noch!
MÄDCHEN
He. Seeleut! He! Antwortet doch!
MATROSEN
Ha ha!
Wahrhaftig, sie sind tot:
sie haben Speis' und Trank nicht not!
MÄDCHEN
Ei, Seeleute, liegt ihr so faul schon im Nest?
Ist heute für euch denn nicht auch ein Fest?
MATROSEN
Sie liegen fest auf ihrem Platz,
wie Drachen hüten sie den Schatz.
MÄDCHEN
He! Seeleute! Wollt ihr nicht frischen Wein?
Ihr müsset wahrlich doch durstig auch sein.
MATROSEN
Sie trinken nicht, sie singen nicht;
In ihrem Schiffe brennt kein Licht.
MÄDCHEN
Sagt! Habt ihr denn nicht auch ein Schätzen am Land?
Wollt ihr nicht mit tanzen auf freundlichen Strand?
MATROSEN
Sie sind schon alt und bleich statt rot!
Und ihre Liebsten, die sind tot!
MÄDCHEN
He! Seeleut'! Seeleut'! Wacht doch auf!
Wir bringen euch Speise und Trank zu Hauf!
MATROSEN und MÄDCHEN
He! Seeleut'! Seeleut'! Wacht doch auf!. . . usw.
MÄDCHEN
Wahrhaftig, ja! Sie scheinen tot!
Sie haben Speis' und Trank nicht not.
MATROSEN
Vom fliegenden Holländer wisst ihr ja?
Sein Schiff, wie es liebt, wie es lebt, seht ihr da!
MÄDCHEN
So weckt die Mannschaft ja nicht auf;
Gespenster sind's, wir schwören drauf!
MATROSEN
Wieviel hundert Jahre schon sied ihr zur See?
Euch tut ja der Sturm und die Klippe nicht weh!
MÄDCHEN
Sie trinken nicht, sie singen nicht!
In ihrem schiffe brennt kein Licht.
MATROSEN
Habt ihr keine Brief', keine Aufträg' für's Land?
Unsern Urgrossvätern wir bringen's zur Hand!
MÄDCHEN
Sie sind schon alt und bleich statt rot!
Und ihre Liebsten, ach, sind tot!
MATROSEN
Hei, Seeleute! Spannt eure Segel doch auf
und zeigt uns des fliegenden Holländers Lauf!
MÄDCHEN
Sie hören nicht! Uns graust es hier!
Sie wollen nichts - was rufen wir?
MATROSEN
Ihr Mädel, lasst die Toten ruh'n;
Lasst's uns Lebend'gen gütlich tun!
MÄDCHEN [ den Matrosen ihre Körbe über Bord reichend
]
So nehmt! Der Nachbar hat's verschmäht!
STEUERMANN
Wie? Kommt ihr denn nicht selbst an Bord?
MÄDCHEN
Ei, jetzt noch nicht! Es ist ja nicht spät.
Wir kommen bald! Jetzt trinkt nur fort,
und wenn ihr wollt, so tanzt dazu,
nor gönnt dem müden Nachbar Ruh',
Lasst ihm Ruh'!
MATROSEN [ die Körbe leerend ]
Jucche! Da gibt's die Fülle!
Lieb' Nachbar, habe Dank!
STEUERMANN
Zum Rand sein Glas ein jeder fülle!
Lieb' Nachbar liefert uns den Trank.
MATROSEN
Hallohohoho!
Lieb' Nachbarn, habt ihr Stimm' und Sprach',
so wachet auf und macht's uns nach! . . . usw.
[ Sie trinken aus und stampfen die Becher heftig auf. Von hier an
beginnt es sich auf dem holländischen Schiff zu regen. ]
Steuermann, lass die Wacht!
Steuermann! her zu uns!
Ho! He! Je! Ha!
Hisst die Segel auf! Anker fest!
Steuermann, her!
Wachten manche Nacht bei Sturm und Graus,
tranken oft des Meer's gesalz'nes Nass:
heute wachen wir bei Saus und Schmaus,
besseres Getränk gibt Mädel uns vom Fass.
Hussassahe!
Klipp' und Sturm draus' -
Jollolohe!
lachen wir aus!
Hussassahe!
Segel ein! Anker fest!
Klipp' und Sturm lachen wir aus!
Steuermann, lass die Wacht!
Steuermann, her zu uns!
Ho! He! Je! Ha!
Steuermann, her! Trink' mit uns!
Ho! He! Je! Ha!
Klipp' und Sturm' - ha!
sind vorbei, he!
Hussahe! Hallohe!
Hussahe! Steuermann! Ho!
Her, komm und trink mit uns!
[ Das Meer, das sonst überall ruhig bleibt, hat sich im Umkreise des holländischen Schiffes zu heben begonnen; eine düstere, bläuliche Flamme lodert in diesem als Wachtfeuer auf. Sturmwind erhebt sich in dessen Tauen. - Die Mannschaft, von der man zuvor nichts sah, belebt sich. ]
Die MANNSCHAFT des HOLLÄNDERS
Johohoe! Johohoe! Hoe! Hoe! Hoe! . . . usw.
Hui-ssa!
Nach dem Land treibt der Sturm.
Hui-ssa!
In die Bucht laufet ein!
Schwarzer Hauptmann, geh ans Land!
sieben Jahre sind vorbei!
Frei' um blonden Mädchens Hand!
Blondes Mädchen, sie ihm treu'!
Lustig heut', hui!
Bräutigam! Hui!
Sturmwind heult Brautmusik
Ozean tanzt dazu!
Hui! - Horch, er pfeift!
Kapitän, bist wieder da?
Hui! - Segel auf!
Deine Braut - sag', wo sie blieb?
Hui! - Auf, in See!
Kapitän! Kapitän!
Hast kein Glück in der Lieb'!
Hahaha!
Sause, Sturmwind, heule zu!
Unsern Sgeln lässt du Ruh'!
Satan hat sie uns gefeit,
reissen nicht in Ewigkeit!
Hohoe! Nicht in Ewigkeit!
[ Während des Gesanges der Holländer wird ihr Schiff von den
Wogen auf und ab getragen; furchtbarer Sturmwind heult und pfeift durch die
nackten Taue. Die Luft und das Meer bleiben, ausser in der nächsten
Umgebung des holländischen Schiffes, ruhig Schiffes, ruhig wie zuvor. ]
MATROSEN des NORWEGERS
Welcher Sang! Ist es Spuk?
Wie mich's graust!
Stimmet an - unser Lied!
Singet laut!
Steurmann, lass die Wacht!
Steurmann, her zu uns!
Ho! He! Je! Ha! . . . usw.
Singet laut! Lauter!
[ Der Gesang der Mannschaft des Holländers wird in einzelnen Strophen immer stärker wiederholt; die Norweger suchen ihn mit ihrem Lied zu übertäuben; nach vergeblichen Versuchen bringt sie das Tosen des Meeres, das Sausen, Heulen und Pfeifen des unnatürlichen Sturmes sowie der immer wilder werdende Gesang der Holländer zum Schweigen. Sie ziehen sich zurück, schalgen das Kreuz und verlassen das Verdeck; die Holländer, als sie dies sehen, erheben ein gellendes Hohngelächter. Sodann herrscht mit einem Male auf ihrem Schiffe wieder die Totenstille; Luft und Meer werden in einem Augenblick wieder ruhig, wie zuvor. ]
[ Senta kommt bewegten Schrittes aus dem Hause; ihr folgt Erik in höchster Aufregung. ]
ERIK
Was musst ich hören? Gott, was muss ich sehen?
Ist's Täuschung? Wahrheit? Ist es Tat?
SENTA
O frage nicht! Antwort darf ich nicht geben.
ERIK
Gerechter Gott! Kein Zweifel! Es ist wahr!
Welch unheilvolle Macht riss dich dahin?
Welche Gewalt verfuehrte dich so schnell,
grausam zu brechen dieses treuste Herz!
Dein Vater - ha - Den Bräut'gam bracht' er mit . . .
Wohl kenn' ich ihn mir ahnte, was geschieht!
Doch du . . . ist's möglich! - reichest deine Hand
dem Mann, der deine
Schwelle kaum betrat.
SENTA
Nicht wieter! Schweig'! Ich muss! ich muss!
ERIK
O des Gehorsams, blind wie deine Tat!
Den Wink des Vaters nanntest du willkommen,
mit einem Stoss vernichtest du mein Herz!
SENTA
Nicht mehr! nicht mehr!
Ich darf dich nicht mehr seh'n,
nicht an dich denken - hohe Pflicht gebeut's!
ERIK
Welch hohe Pflicht? Ist's höh're nich zu halten,
was du mir einst gelobtest, ewige Treue?
SENTA
Wie? Ew'ge Treue hätt' ich dir gelobt?
ERIK
Senta! O Senta! Leugnest du?
Willst jenes Tags dich nicht mehr entsinnen,
als du zu dir mich riefest in das Tal?
Als, dir des Hochlands Blume zu gewinnen,
mutvoll ich trug Beschwerden ohne Zahl?
Gedenkst du, wie auf steilem Felsenriffe
vom Ufer wir den Vater scheiden sah'n?
Er zog dahin auf weiss beschwingtem Schiffe,
und meinem Schutz vertraute er dich an,
ja, meinem Schutz vertraute er dich an.
Als sich dein Arm um meinen Nacken schlang,
gestandest du mir Liebe nicht aufs neu'?
Was bei der Hände Druck mich hehr durchdrang,
sag', war's nicht Versich'rung deiner Treu'?
[ Der Holländer hat den Auffritt belauscht; in furchtbarer Aufregung bricht er jetzt hervor. ]
HOLLÄNDER
Verloren! Ach! verloren!
Ewig verlor'nes Heil!
ERIK
Was seh' ich? Gott!
HOLLÄNDER
Senta, leb' wohl!
SENTA [ sich im in den Weg werfend ]
Halt ein, Unsel'ger!
ERIK [ zu Senta ]
Was beginnst du?
HOLLÄNDER
In See! - In See für ew'ge Zeiten!
[ zu Senta ]
Um deine Treue ist's getan,
um deine Treue - um mein Heil!
Leb' wohl, ich will dich nicht verderben!
ERIK
Entsetzlich! Dieser Blick . . . !
SENTA [ wie vorher ]
Halt' ein! Von dannen sollst du nimmer flieh'n!
HOLLÄNDER [ gibt seiner Mannschaft ein gellendes Zeichen auf einer Schiffspfeife. ]
Segel auf! Anker los!
Sagt Lebewohl auf Ewigkeit dem lande!
Fort auf das Meer triebt's mich auf's neue!
Ich zweifl' an dir! Ich zweiff' an Gott!
Dahin, dahin, ist alle Treue!
Was du gelobtest, war dir Spott!SENTA
Ha! Zweifelst du an meiner Treue?
Unsel'ger, was verblendet dich?
Halt' ein! Das Bündnis nicht bereue!
Was ich gelobte, halte ich!ERIK
Was hör' ich! Gott, was muss ich sehen?
Muss ich dem Ohr, dem Auge trau'n?
Senta! Willst du zugrunde gehen?
Zu mir! Du bist in Satans Klau'n!HOLLÄNDER
Erfahre das Geschick, vor dem ich dich bewahr'!
Verdammt bin ich zum grässlichsten der Lose;
zehnfacher Tod wär' mir erwünschte Lust!
Vom Fluch ein Weib allein mich kann erlösen,
ein Weib, das Treu' bis in den Tod mir hält.
Wohl hast du Treue mir gelobt, doch vor
dem Ewigen noch nicht; dies rettet dich!
Denn wiss', Unsel'ge, welches das Geschick,
das jene trifft, die mir die Treue brechen:
ew'ge Verdammnis ist ihr Los!
Zahllose Opfer fielen diesem Spruch durch mich!
du aber sollst gerettet sein!
Leb' wohl! Bahr' him, mein Heil, in Ewigkeit!
ERIK [ in furchtbarer Angst ]
Zu Hilfe! Rettet, rettet sie!
SENTA [ in höchster Aufregung ]
Wohl' kenn' ich dich! Wohl kenn' ich dein Geschick!
Ich kannte dich, als ich zuerst dich sah!
Das Ende deiner Qual ist da! - ich bin's.
durch deren Treu' dein Heil du finden sollst!
[ Auf Eriks Hilferufe sind Daland, Mary die Mädchen und die Matrosen herbeigeeilt. ]
ERIK
Helft ihr! Sie ist verloren!
DALAND, MARY, und CHOR
Was erblick' ich!
DALAND
Gott!
HOLLÄNDER [ zu Senta ]
Du kennst mich nicht,
du ahnst nicht, wer ich bin!
[ Er deutet auf sein Schiff, dessen rote Segel aufgespannt sind und
dessen Mannschaft in gespenstischer Regsamkeit die Abfahrt vorbereitet. ]
Befrag' die Meere aller Zonen, befrag'
den Seemann, der den Ozean durchstrich,
er kennt dies Schiff, das Schrecken aller Frommen:
den fliegenden Holländer nennt man mich.
Die MANNSCHAFT des HOLLÄNDERS
Johohoe! Johohohoe! Hoe! Hui-ssa!
[ Schnell langt er am Bord seines Schiffes an, das augenblicklich unter dem Seerufe der Mannschaft abfährt. Senta sucht sich mit Gewalt von Daland und Erik loszuwinden. ]
MARY, ERIK, DALAND, und CHOR
Senta! Senta! Was willst du tun?
[ Senta hat sich mit wütender Kraft losgerissen und erreicht ein vorstehendes Felsenriff: von da aus ruft sie dem absegeinden Holländer nach. ]
SENTA
Preis' deinen Engel und sein Gebot!
Hier steh' ich, treu dir bis zum Tod!
[ Sie stürzt sich in das Meer; in demselben Augenblicke versinkt das Schiff des Holländers und verschwindet schnell in Trümmern. In weiter Ferne entsteigen dem Wasser der Holländers Ferne entsteigen dem Wasser der Holländer und Senta, beide in verklärter Gestalt; er hält sie umschlungen. ]
ENDE DER OPER.