In Henning Mankells Krimis mit Kommissar Wallander sind das Städtchen
Ystad und Umgebung Schauplatz der Handlung. Auch die allernächtse
Umgebung des Gästehauses Backåkra - Hagestad Naturreservat
und Backåkra - werden in einigen der Bücher erwähnt.
Aus Mörder ohne Gesicht, Taschenbuch, Seiten149-150:
”Viertel nach sieben legte er den Anzug auf den Rücksitz
und machte sich auf den Weg. Eine dichte Wolkendecke hing über
der Stadt.
Ob das jetzt der Schnee ist? fragte er sich. Der Schnee, den ich auf
gar keinen Fall haben will.
Langsam fuhr er in östlicher Richtung, durch Sandskogen, an dem
verlassenen Golfplatz vorbei und dann in Richtung Kåseberga.”
[---]
”Er sah auf die Uhr. Zwanzig vor acht. Donnerstag, der 11. Januar.
Statt den direkten Weg zum Haus seines Vaters zu nehmen, fuhr er noch
ein paar Kilometer weiter und bog dann auf den kleinen Schotterweg ein,
der sich durch die wogenden Stranddünen dahinzog, bis hinauf nach
Backåkra. Er lies das Auto auf dem leeren Parkplatz stehen und
ging auf eine Düne hinauf, von der aus er sehen konnte, wie sich
das Meer vor ihm ausbreitete.
Es gab da einen aus Steinen gelegten Ring. Einen Steinring der Nachdenklichkeit,
der vor ein paar Jahren errichtet worden war. Er lud zum Alleinsein
und zur inneren Ruhe ein.
Er setzte sich auf einen der Steine und schaute auf das Meer hinaus.”
[---]
”Ein Boot war irgendwohin unterwegs. Ein großer Seevogel
segelte lautlos im Aufwind. Alles war sehr still.
Nach zehn Minuten stand er auf und ging zum Auto zurück.
Sein Vater malte im stehen, als er durch die Ateliertür eintrat.
Diesmal würde es ein Bild mit Auerhahn werden.”

Aus Mittsommermord, Taschenbuch, Seiten 10-11:
”Sie hatten verabredet, sich in Hammar zu treffen.
Es lag günstig, weil zwei von ihnen aus Simrishamn kamen und die
anderen aus Ystad. Dann wollten sie in das Naturreservat fahren, ihre
Autos abstellen und zu der Stelle gehen, die sie ausgesucht hatten.”
[---]
”Sie parkten ihre Wagen vor dem Naturreservat, nahmen ihre Körbe
und verschwanden auf einem der Pfade. In der Ferne meinte einer von
ihnen, eine Ziehharmonika zu hören. Sonst gab es nur die Vögel
und das entfernte Rauschen des Meeres.
Als sie den im voraus bestimmten Platz erreichten, sahen sie sogleich,
daß sie richtig gewählt hatten. Hier waren sie unbehelligt.
Hier würden sie die Morgendämmerung erwarten.
Der Himmel war jetzt wolkenlos.”
Aus
Mittsommermord, Taschenbuch, Seiten 185-186:
“Rosmarie Leman und ihr Mann Mats verlegten ihre Sonntagsspaziergänge
je nach Wetter und Jahreszeit in verschiedene Wandergebiete. Am Morgen
den 11. August hatten sie nach Fyledalen fahren wollen, entschieden
sich dann aber für das Naturreservat Hagestad, weil sie dort seit
Mitte Juni nicht gewesen waren.” [---]
”Sie parkten vor dem Naturreservat. Es war noch nicht acht. Neben
dem Auto stehend, tranken sie Kaffee. Dann schulterten sie ihre Rucksäcke
und machten sich auf dem Weg. Um viertel nach acht begannen sie, nach
einem Platz zu suchen, an dem sie Frühstücken konnten.”[---]
”Nach dem Essen streckte sich Rosmarie Leman sich auf der Decke
aus und schloss die Augen. Mats Leman würde es ihr bald gleichtun.
Doch erst mußte er einem Bedürfnis nachkommen.”[---]
”Als er fertig war, dachte er, das jetzt der beste Moment des
Sonntags bevorstand. Er würde sich neben Rosmarie auf der Decke
ausstrecken und eine halbe Stunde schlafen. Im gleichen Augenblick meinte
er, zwischen den Büschen etwas zu sehen, es stach farblich gegen
all das Grün ab. Eigentlich war er nicht besonders neugierig. Doch
jetzt konnte er es nicht lassen, die Zweige der nächsten Büsche
zur Seite zu biegen und nachzuschauen.
Was er sah, würde er sein Lebtag nicht vergessen.”

Aus Die Brandmauer, Taschenbuch, Seiten 468-469:
”»Denken Sie nach«, sagte Wallander.»Er ist
Ihr Sohn. Er hat Angst, und er flieht. Wo kann er sich verstecken?«
Modin überlegte. Die Katze ließ Wallander nicht aus den Augen.
»Er geht gerne an den Strand«, sagte Modin zögernd.
»Unten bei Sandhammaren. Oder auf den Feldern oben um Backåkra.
Etwas anderes fällt mir nicht ein.«
Wallander war skeptisch. Ein Strand war zu offen, genauso wie die Felder
um Backåkra. Aber jetzt war der Nebel gekommen. Ein besseres Versteck
als den Nebel gab es in Schonen kaum.
»Denken Sie weiter nach«, sagte Wallander. »Vielleicht
fällt Ihnen doch noch etwas ein. Ein Versteck, an das er sich aus
seiner Kindheit erinnert.«
Er ging in den Flur ans Telefon und rief Ann-Britt an. Die Streifenwagen
waren auf dem Weg nach Österlen. Die Polizei in Simrishamn war
informiert und würde helfen. Wallander berichtete von Sandhammaren
und Backåkra.
»Ich fahre hinauf nach Backåkra«, sagte er. »Nach
Sandhammaren mußt du einen anderen Wagen schicken.«
Ann-Britt versprach das zu tun, was er sagte. Sie würde außerdem
selbst nach Löderup kommen.

Aus Die Brandmauer, Taschenbuch, Seite 473:
”Wieder saß Wallander in Martinssons Wagen. Er fuhr in Richtung
Backåkra. Der Verkehr auf der Hauptstraße kroch dahin. Die
Lichter der Fahrzeuge kamen ihm aus dem Nebel entgegen und verschwanden
wieder darin.” [---] Er wäre fast am Schild nach Backåkra
vorbeigefahren. Er bog ab und erhöhte das Tempo, obwohl die Straße
schmaler wurde. Aber er rechnete nicht damit, hier jemandem zu begegnen.
In dieser Jahreszeit stand Backåkra mit dem Haus der Schwedischen
Akademie leer und war verbarrikadiert. Auf dem Parkplatz hielt er an
und stieg aus. In der Ferne hörte er ein Nebelhorn. Er konnte das
Meer riechen. Die Sicht lag jetzt bei wenigen Metern. Er machte eine
Runde über den Parkplatz. Es war kein anderer Wagen da. Er ging
zu dem um einen viereckigen Innenraum errichteten Hof. Verschlossen,
verbarrikadiert. Was tue ich hier? dachte er. Wenn hier kein Auto steht,
ist auch Robert Modin nicht da. Dennoch ging er auf die Felder hinaus
und wandte sich nach rechts, wo der Steinring und der Meditationsplatz
lagen. Irgendwo weit weg schrie ein Vogel. Oder vielleicht war es ganz
nah. Der Nebel beeinträchtigte sein Gefühl für Entfernungen.
Er trug das Schrotgewehr unter dem Arm, die Patronenschachtel in der
Tasche. Jetzt hörte er das Meer rauschen. Er kam zum Steinring.”
Aber
Sie brauchen sich keine Sorgen machen, daß hier in Backåkra
ab und zu gausame Morde geschehen und daß auf den Hügeln
und den Wildwiesen ständig Verbrecher gejagt werden. Backåkra
ist ein sehr friedvoller Ort. Trotzdem ist es aber interessant, hierher
zu kommen und die wirklichen Kulissen der fiktiven Wallander-Krimis
zu erleben. Herzlich wilkommen!
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